23. Juli 2008

Rathenau Topspin Series (Update!)


Dr. Müller: Der Nudelschwenker
Der exhibitionistisch veranlagte Neuzugang bei der RTS fällt vor allen Dingen durch seine Unnahbarkeit und den Nichtbesitz eines Vornamens auf. Seine Vita ist generell mysteriös. Bekannt ist nur, dass er in den 90ern aus der ehemaligen DDR flüchtete; leider Jahre zu spät, so dass der Verfall der Umgebung auch Auswirkungen und Male auf seinem Körper hinterlassen hat. Kämpft bis zum Umfallen (gelernt bei der ehrwürdigen NVA). Arbeitet nebenher als kompetenter Security auf Festen und Festivals in Mitteldeutschland.

22. Juli 2008

melt-fazit

http://www.melt-festival.de/forum/viewtopic.php?id=2518


Man beachte "fliesenleger's" rezension zum Boys Noize Set ...

Na?

5. Juli 2008

Rathenau Topspin Series - Autogrammkarten



Ling Shung Bao: Der Mandarin Megastar.
Sechs Millionen Chinesen verfolgen täglich seine Trainingseinheiten im TV. Bei Saitan-Samurai Bao tanzen die Bälle Ballet, er spielt konsequent "Lückhand" und geht zum Lachen in Comedy-Shows.



Old Schmetterhand: Die Legende
Der Italo-Amerikaner mit dem gefürchtesten Schuß im Universum hat einen Waffenschein für seinen Schläger (Kein Witz!) und ist ein Gigantoman in Sachen Bälle aus der Ecke catchen. Abseits der Platte hat er sich nie verändert, betrinkt sich mit seinen Fans und hat ein Haus im Sauerland. Kurzum Comeback des Jahres.



Bugs Brésan: Der Rookie
Bertolt Brecht, Brigitte Bardot... Richtig. Bugs Brésan!
Schwer auszurechnender belgischer Jungspund mit vielseitigen Talenten und limitierten Können. Trotz seinem zarten Alter ist er der wohl gefürchteteste Trash-Talker der Series und hatte schon einige Affären mit blutjungen Harry Potter Fans.

26. Juni 2008

24. Juni 2008

Gesellschaft und Prostitution

Aller Klagegesang über die Verderbtheit unserer Zeit, alle Klage über die Verrotetheit der heutigen Gesellschaft ist unsinnig.
Die bürgerliche Gesellschaft ist, trotz ihres so oft gepriesenen "menschlichen" Beginns, nie besser gewesen. Nur vermochte sie es, sich bis jetzt besser zu benehmen. Dass heute die Hüllen fallen, der Körper bloß wird, dass der letzte Rest Scham sich zu verbergen schwindet, ist das Gute unserer Zeit. Und unsere Aufgabe ist es, immer mehr Schleier herunterzureissen. Wir wollen den unverhüllten Leib sehen! Wir fürchten uns nicht den nackten Leib zu sehen und sollte er über und über mit Aussatz bedeckt sein. Der unverhüllte, aussätzige Körper wird uns schöner sein als der mit schönen Hüllen Bedeckte, dessen Eiter die Hülle durchdringt und sie, die an sich ebenso schön wären, als der nackte Paria schön ist, häßlich, verabscheuenswürdig macht; denn alles unverhüllt Wahrhafte ist schön!

Weg mit aller erschleimten Sentimentalität, weg mit aller eurer verdammten, verlogenen Art. Wir wollen die Dinge so hart, wie sie sind. Wir verzichten auf jede müßige Linderung. WER DIES NICHT VERDAUT, DER MAG DARAN KREPIEREN; es ist nicht Schade um ihn. Wir wollen endlich die Dinge klar sehen, wir wollen sie ohne quälende Sentimentalität fest in der Hand halten. Wir wollen sie uns gegenüberstellen, damit wir sie mit unserer hand zerschlagen können.

Wir verlangen das Eingeständnis, dass dei Prostitution kein Auswuchs, kein Geschwür am leib der bürgerlichen gesellschaft, sondern dass sie ein Teil des Wesens der Gesellschaft selbst ist. Wir verlangen das Eingeständnis, dass die Prostitution keine der bürgerlichen Gesellschaft fremde Sondererscheinung, sondern dass der Grund für die bürgerliche Gesellschaft Prostitution ist.
ES GIBT KEINEN UNTERSCHIED ZWISCHEN DEM ARBEITER, DEM WISSENSCHAFTLER UND DEM WEIB, DAS SEINEN LEIB VERKAUFT. Es gibt keinen UNTERSCHIED zwischen dem FABRIKARBEITER und der PUFFWIRTIN.

"Wir leben in einer Zeit, in der jedes Ding seinen Preis hat", sagt Charles Louis Philippe. Es gibt Frauen, die muss man heiraten; Proletariermädchen kosten ein Abendessen und Prostituierte werden eben anch Tarif bezahlt.

Für uns, denen bürgerliche Moralbegriffe nicht ihre Moralbegriffe sind, kann es keinen Unterschied zwischen der gesetzlich geschlossenen Ehe und der durch das Gesetz geduldeten und kontrollierten Prostitution. DER EHEMANN IST DER MÜDE GEWORDENE BORDELL-BESUCHER, dem es lästig wurde, jedesmal zur Befriedigung seines sexuellen Bedürfnisses eine andere Frau zu suchen und deshalb sich das Bordell im eigenen Heim errichtet, in dem er die Funktion des Zuhälters, des Bordellbesitzers und des Freiers zugleich ausübt.

Wir suchen die EHE, aber was heute besteht, bestehen kann, ist und bleibt Prostitution.

(F.J.Seiwert, der pranger, nr. 35; kleine Angleichungen meinerseits)

Meine wahre, große Liebe

23. Juni 2008